GEBÄRMUTTERHALSKREBS-VORSORGE


Im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung ist folgendes vorgesehen:

Bei der Krebsvorsorge machen wir eine gynäkologische Untersuchung, einen Abstrich des äußeren und inneren Gebärmutterhalses (Cervix) ( PAP-Smear ).
Die Krebsvorsorge wird einmal im Jahr gemacht. Wir empfehlen dass Patientinnen unter einer Hormonersatztherapie, unter Pilleneinnahme, Patientinnen die öfter unter Vaginalinfektionen leiden und Patientinnen mit Spirale oder Mirena, sich 2x im Jahr vorzustellen.
Der Abstrich wird unter Sicht mit einem Bürstchen abgenommen. Das Zellmaterial wird auf einem Deckgläschen ausgestrichen und zu einem Zytologischen Laboratorium geschickt.
Hier werden nach Färbung die Zellen auf Veränderungen untersucht und in 5 Stadien eingeteilt:

PAP-Stadium I: unauffällig
PAP-Stadium II: Unauffällig, ggf. mit Entzündungsanzeichen
PAP-Stadium III: leichte Dysplasien
PAP-Stadium IV: schwere Dysplasien
PAP-Stadium V: Carzinom

Der Befund liegt nach knapp zwei Wochen, im Notfall schneller, vor.

Relativ neu in der KV ist der Nachweis von HPV – Human Papilloma Viren.
Es gibt über 100 HP-Viren, die aus praktischen Gründen in drei Gruppen mit jeweils niedrigen, mittleren und hoch Risiko eingeteilt worden sind.

In über 95% der Gebärmutterhalskarzinome werden die hoch Risiko-Viren nachgewiesen.
Man geht davon aus, dass 25% der 20 Jährigen und noch 10% der 30 jährigen Frauen die hoch Risiko-Viren in sich tragen.

Ungefähr 1/3 der hoch Risiko-HPV Patientinnen entwickeln pathologische Veränderungen im PAP-Abstrich.

Wir führen die HPV-Diagnostik grundsätzlich bei Patientinnen mit auffälligem PAP- smear durch.

Außerdem empfehlen wir zur Verbesserung der KV das HPV-Screening bei Patientinnen ab dem 30. Lebensjahr. Das HPV-Screening ist eine Privatleistung und wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen (siehe IGEL).


Das Abstrichverfahren wurde in den letzten Jahren mit der DÜNNSCHICHT-ZYTOLOGIE-TECHNIK, auch MONOLAYER-TECHNIK genannt, deutlich verbessert. Hierbei benutzen wir ein Gummibürstchen mit größerer und anatomisch besseren Abstrichfläche. Bürstchen und Abstrichmaterial werden in einem kleinen Flüssigkeitsbehälter in das Labor geschickt.

Im Vergleich zum klassischen Verfahren deckt diese Technik ca. 15% mehr Auffälligkeiten im Zellmaterial auf.

Auch diese Untersuchungsmethode wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und ist eine Privatleistung (siehe IGEL).